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title: "Folge 11: Jev AI, x402, Automatic Customer & Four Conversations - Zwischen zwei Stacks"
description: "Die erste Folge mit Snacks: Googles AI Contribution Pilot, x402, Bot-Impostor in den Logs, Jev von TypeSafe AI, Stacked Pull Requests und der Wechsel zurück zu VS Code. Danach zwei Bücher mit je einem Tool: Christoph zeigt The Four Conversations an einem Praxisfall, Jens rechnet die Abo-Kennzahlen aus The Automatic Customer durch."
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[Episoden](/episoden) / episode 11 / 44:20

# Jev AI, x402, Automatic Customer & Four Conversations

Die erste Folge mit Snacks: Googles AI Contribution Pilot, x402, Bot-Impostor in den Logs, Jev von TypeSafe AI, Stacked Pull Requests und der Wechsel zurück zu VS Code. Danach zwei Bücher mit je einem Tool: Christoph zeigt The Four Conversations an einem Praxisfall, Jens rechnet die Abo-Kennzahlen aus The Automatic Customer durch.

 

mit [Jens Becker](/hosts/jens-becker) & [Christoph Paterok](/hosts/christoph-paterok)

 23\. September 2026

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## Begrüßung: Snacks und zwei Bücher

Folge 11 ist die erste im neuen Format, und gleichzeitig eine kleine Sonderfolge. Das Ziel: knackiger werden, 30 bis 35 Minuten. Am Ende sind es 44 geworden. Neu sind die Snacks, kurze Themen mit maximal zwei Minuten pro Stück. Danach stellt jeder ein Buch vor, das er zuletzt gehört hat, beide übrigens als Hörbuch auf einer langen Autofahrt. Und zu jedem Buch gibt es ein kleines Tool auf der Website.

Jens hat The Automatic Customer von John Warrillow dabei, mit der These, dass Abonnenten besser fürs Business sind als Kunden. Christoph bringt The Four Conversations von Blair Enns mit: verkaufen als Experte, ohne zu verkaufen. Keine Sorge, das wird kein Sales- und Business-Podcast. Aber verkaufen muss irgendwie jeder mal.

## Christophs Snacks: AI Contribution Pilot, x402 und Bot-Impostor

Snack eins: Google testet, Publisher zu bezahlen, wenn ihre Inhalte in KI-Antworten auftauchen. Das Ganze heißt AI Contribution Pilot und läuft über die Google Search Console. Es ist ein sehr früher Pilot, man wird dafür ausgewählt, kann mitmachen und jederzeit wieder aussteigen. [Digiday](https://digiday.com/media/google-rolls-out-pay-value-ai-licensing-program-to-publishers/) hat mit Leuten gesprochen, bei denen es schon aktiv ist. Hängen geblieben ist der Satz: „It's hard to call it a fair trade when the calculation is a black box.“ Wie die Beträge zustande kommen, weiß bisher niemand, und wer schon Geld bekommen hat, spricht von Peanuts. Offen ist auch, was passiert, wenn man nicht mitmacht.

[![Ein dunkler Bildschirm zeigt eine Fehlermeldung vom Typ 402 Payment Required mit einer Beschreibung auf Deutsch zum Reservieren seit den 90ern und Erklärungen zur Serverantwort inklusive Preis und Signatur für eine Aktienanfrage.](https://www.zwischenzweistacks.de/media/ep-11-x402-1024x585.png)](https://www.zwischenzweistacks.de/media/ep-11-x402-2560x1463.png)

Snack zwei passt dazu: [x402](https://www.x402.org/). Den HTTP-Status 402, Payment Required, gibt es seit den Neunzigern, genutzt wurde er nie wirklich. Der x402-Standard soll das ändern. Der alte Weg: API-Account anlegen, Konto aufladen, API-Key holen, pro Transaktion abrechnen. Der neue: Der Agent kommt vorbei, der Server antwortet mit 402, der Agent bezahlt mit Stablecoins und bekommt Quittung und Ergebnis direkt zurück. Produktiv im Einsatz hat Christoph nichts gefunden, in den Transaktionen der letzten 30 Tage sieht man vor allem Tests mit Mini-Beträgen. Spannend ist, wer dabei ist: Visa, Stripe, Mastercard, Shopify. Den Standard gibt es als [GitHub-Repo](https://github.com/coinbase/x402), und dafür, wie viel Bewegung drin ist, schauen erstaunlich wenige zu. Christophs Einschätzung: noch underrated, zwei bis drei Jahre bis es richtig ankommt. Googles Pilot könnte schneller im Produktivfall landen.

[![Darstellung einer Benutzeroberfläche mit der Überschrift 'AI Contribution Pilot' und einem Untertitel, der erklärt, dass Google Publisher bezahlt, wenn deren Content in AI-Antworten verwendet wird. Ein Abschnitt zeigt Einnahmendaten dieses Monats im Such-Console-Panel mit Verweisen auf Gemini, AI Overviews und AI Mode sowie einen deutlichen Hinweis darauf, dass die Formel nicht offengelegt ist. Unten steht der Hinweis, dass frühere Pilotprojekte laut Digiday-Quelle geringe Beträge einbrachten.](https://www.zwischenzweistacks.de/media/ep-11-google-ai-contribution-pilot-1024x591.png)](https://www.zwischenzweistacks.de/media/ep-11-google-ai-contribution-pilot-2560x1478.png)

Snack drei kommt aus Christophs eigenen Bot-Logs. Den User Agent kann jeder frei setzen, also hat er geprüft, ob die IP-Adresse zu dem passt, was der Bot behauptet zu sein. Ergebnis auf seiner kleinen Seite: Bei ChatGPT gab es zwei Impostor, der angebliche Amazonbot kam kein einziges Mal aus der IP-Range von Amazon, und auch bei Google und Facebook kommt es öfter vor. Die falschen Bots interessieren sich selten für den Content, sie suchen nach der .env oder nach Backup-Dateien. Rund 10 Prozent des Bot-Traffics in seiner Statistik waren Impostor. Wer diese Zahlen für SEO und GEO ernst nimmt, sollte das rausrechnen. Offizielle IP-Listen gibt es zum Beispiel von [Google](https://developers.google.com/crawling/docs/crawlers-fetchers/verify-google-requests) und OpenAI. Ein Artikel mit den echten IP-Adressen der Agents ist in Planung. Jens ergänzt: Vercel zeigt im [Bot Management](https://vercel.com/docs/bot-management) in den Logs an, ob ein Bot anhand der IP verifiziert werden konnte. Ob Netlify so etwas hat, will Christoph noch prüfen.

[![Code-Screenshot eines Bot-Imposter-Tools zur Erkennung gefälschter Googlebot-IPs anhand von User-Agent und Reverse DNS mit farblich markierten echten und falschen Einträgen.](https://www.zwischenzweistacks.de/media/ep-11-bot-imposter-1024x585.png)](https://www.zwischenzweistacks.de/media/ep-11-bot-imposter-2560x1462.png)

## Jens' Snacks: Jev, Stacked Pull Requests und zurück zu VS Code

Snack eins ist Jens in den letzten Tagen ständig auf X begegnet: [Jev von TypeSafe AI](https://typesafe.ai/blog/introducing-system-one-models-and-jev). Hinter der Firma steht Diogo Almeida, der an den Grundlagen von ChatGPT mitgearbeitet hat. Jev ist ein Classifier-Modell, das nicht primär Text generiert, sondern strukturierte Entscheidungen zurückgibt, daher der Name TypeSafe. Es ist extrem günstig, rund 4 Cent pro Million Input-Tokens, Output kostet nichts, und es ist extrem schnell. Im [Decision Playground](https://tryjevai.com#playground) gibt man einen State ein, etwa die Nachricht eines Kunden, der doppelt für sein Abo belastet wurde und eine Erstattung will, dazu eine Frage und die möglichen Antworten: Billing, Technical Support, Sales oder Sonstiges. Nach etwa 250 Millisekunden steht die Entscheidung da. Kann sich der Kunde nicht mehr einloggen, landet die Anfrage beim Technical Support.

Ein Ersatz für LLMs ist das nicht. Aber es wird gerade viel damit gebaut: [E-Mail-Klassifizierung](https://www.youtube.com/watch?v=9oWxrsRo4d8) nach Kategorie, Priorität und Spam über Hunderte Mails in kürzester Zeit, oder ein Code-Review-Workflow. Jens will es nicht zu sehr hypen, ist aber gespannt, was in den nächsten Wochen daraus wird. Christoph hat es sich direkt notiert, für ein Tool, das URLs klassifizieren soll. Sein Punkt dazu: KI im Chat und KI in der Software sind zwei verschiedene Dinge. In der Software schneidet man alles in kleine Prozessschritte, und genau da helfen schnelle Entscheidungen, auf die man sich verlassen kann.

Snack zwei: GitHub unterstützt jetzt nativ [Stacked Pull Requests](https://github.blog/changelog/2026-07-30-stacked-pull-requests-are-now-in-public-preview/). Statt alle Änderungen in einen riesigen Pull Request zu packen, der schwer zu reviewen ist, teilt man sie in mehrere auf, die aufeinander aufbauen. Jens zeigt [ein Beispiel aus seinem Payload-Plugin-Repository](https://github.com/jhb-software/payload-plugins/pull/206): erst die Grundfunktion, im zweiten Pull Request das Feintuning und weitere Funktionen. Ums Rebasing kümmert sich GitHub, wenn der erste im Stack gemergt wird. Gerade mit Coding Agents ist das interessant, weil die dann kleinere Pull Requests machen können.

Snack drei ist ein persönlicher: Jens ist von Cursor zurück zu VS Code gewechselt. Cursor hatte er abonniert, als es mit GitHub Copilot und Tab Completions losging. Seit Claude Code arbeitet er mit seinen Coding Agents aber fast nur noch in der CLI, die Features von Cursor nutzt er nicht mehr, und die Subscription hatte er schon seit Monaten nicht mehr. In VS Code hat er alle eingebauten KI-Funktionen deaktiviert und bekommt endlich wieder die neuesten Updates, was mit dem Fork nicht der Fall war. Christoph hat dasselbe seit Wochen auf der To-do-Liste: Er sitzt aus irgendwelchen Gründen noch auf Googles Antigravity und braucht eigentlich nur etwas Simples für die Basics, weil Coding und KI woanders stattfinden.

## The Four Conversations: verkaufen, ohne zu verkaufen

Christoph ist gelernter Bankkaufmann und stellt ausgerechnet ein Sales-Buch vor: [The Four Conversations von Blair Enns](https://www.winwithoutpitching.com/books/the-four-conversations), aus dem Umfeld von Win Without Pitching. Das Konzept kennt vier Gespräche: Probative, Qualifying, Value und Closing. Wobei ein Gespräch hier kein Gespräch sein muss. Christoph geht das an einem Praxisfall durch: Lena ist Freelancerin und macht Onlineshops schnell. Tobias ist Marketingleiter bei einem Fahrradteile-Shop, der seit einem Theme-Update langsam ist, was man in der Conversion merkt.

Gespräch eins, Expertise zeigen: Tobias googelt sein Problem und landet auf Lenas Blogartikel, warum ein Shop nach dem Theme-Update langsamer ist und was man zuerst prüft. Am Ende des Artikels analysiert sie in einem Video in zehn Minuten einen Shop von außen. Zwei Wochen später fällt ihr Name in einem Shopify-Slack als Empfehlung. Lena war bei diesem Gespräch nie dabei, stattgefunden hat es trotzdem: Sie wird als Expertin wahrgenommen. Das kann ein Artikel sein, ein Video, eine Empfehlung, auch ein Podcast.

[![Screenshot einer textbasierten Programmoberfläche mit einer Beispielkonversation über einen Shopify-Theme-Update-Prozess und dazugehörigen Notizen, Markierungen und Kategorien auf schwarzem Hintergrund.](https://www.zwischenzweistacks.de/media/ep-11-four-conversations-probative-1024x590.png)](https://www.zwischenzweistacks.de/media/ep-11-four-conversations-probative-2560x1476.png)

Gespräch zwei, Qualifying: Tobias klickt auf Anfrage und landet nicht in einem Kalender, sondern in einem Formular mit fünf Fragen: System, Bestellungen pro Tag, wer entscheidet, Startzeitpunkt, Budget. Shopify Plus, 80 Bestellungen am Tag, Entscheidung gemeinsam mit dem Geschäftsführer, Start in sechs Wochen, Budget offen. Erst danach schlägt Lena einen Call von 20 Minuten vor und fragt, ob eine Agentur den Shop betreut und ob der Geschäftsführer beim nächsten Termin dabei sein kann. Schon das Formular ist Teil des Qualifying. Dazu gehört auch, sagen zu können: Wir sind kein Match, aber ich kenne jemanden, der dir helfen kann.

[![Ansicht einer technischen Benutzeroberfläche mit einer Checkliste und Gesprächsnotizen zum Thema Qualifying bei Online-Shop-Bestellungen.](https://www.zwischenzweistacks.de/media/ep-11-four-conversations-qualifying-1024x587.png)](https://www.zwischenzweistacks.de/media/ep-11-four-conversations-qualifying-2560x1468.png)

Gespräch drei, Value, mit dem Entscheider am Tisch. Lena fragt nicht, was sie machen soll, sondern was in sechs Monaten anders sein soll. Ladezeit von 5 auf 2 Sekunden, Conversion Rate von 1,4 zurück auf 1,8 Prozent, wo sie vor dem Update lag. Zusammen rechnen sie aus, was das wert ist: rund 65.000 Euro Umsatz im Monat. Dazu kommen KPIs, an denen man erkennt, dass das Ziel erreicht ist. Über den Preis wird noch nicht gesprochen.

[![Eine Textbasierte Folie zeigt Notizen und Gesprächspunkte zu einem Marketinggespräch über die Bewertung eines Ergebnisses, mit hervorgehobenen Begriffen und einer Liste von Themen wie Termin mit Entscheider und gemeinsame Rechnung.](https://www.zwischenzweistacks.de/media/ep-11-four-conversations-value-1024x586.png)](https://www.zwischenzweistacks.de/media/ep-11-four-conversations-value-2560x1466.png)

Gespräch vier, Closing: nie ein Angebot, immer drei, wie man es von den Pricing-Seiten bei Software kennt. Option A ist ein Audit mit Maßnahmenliste, die die bestehende Agentur umsetzt, für 4.500 Euro. Option B ist Audit plus Umsetzung für 12.000 Euro. Option C legt sechs Monate Monitoring und Nachjustieren obendrauf. Fragt der Geschäftsführer, ob B auch günstiger geht, ist die Antwort nein: Günstiger ist Option A, Rabatte gibt es nicht. In der Praxis können alle vier Gespräche auch in einem einzigen Termin stattfinden, es geht um den Ablauf.

[![Eine Text-basiertes User Interface zeigt eine Verkaufsgesprächsentscheidung mit Optionen und Dokumentation zu Audit-Maßnahmen, Preis und Geschäftsführeraussagen.](https://www.zwischenzweistacks.de/media/ep-11-four-conversations-closing-1024x588.png)](https://www.zwischenzweistacks.de/media/ep-11-four-conversations-closing-2560x1469.png)

Das Tool zum Buch ist der [Vier-Gespräche-Check](/artikel/vier-gespraeche-check-wo-hakt-dein-verkaufsgespraech): Man bewertet einige Aussagen von 1 bis 5, und am Ende steht das Gespräch, an dem man zuerst ansetzen sollte. Der Artikel erklärt dazu die Basics. Nebenbei erzählt Jens, dass er sich Bücher als EPUB in Claude lädt und dann Fragen dazu stellt: wie der Autor etwas gemeint hat und wie es sich auf den eigenen Fall übertragen lässt. Christoph macht das auch, für ihn fühlt es sich ein bisschen an wie CDs brennen früher. Ob das mit einem gekauften EPUB in Ordnung ist, müsste man noch recherchieren.

[![Webseite mit einem Bewertungs-Tool für Verkaufsgespräche, das zwölf Aussagen zur Selbsteinschätzung auf einer Skala von 1 bis 5 anbietet. Der Text erklärt die Methode "Vier Gespräche" von Blair Enns und fordert zur Reflexion über die Gesprächsführung auf.](https://www.zwischenzweistacks.de/media/ep-11-four-conversations-tool-1024x668.png)](https://www.zwischenzweistacks.de/media/ep-11-four-conversations-tool.png)

## The Automatic Customer: Abo-Modelle und die Mathematik dahinter

Jens stellt [The Automatic Customer von John Warrillow](https://www.penguin.co.uk/books/278251/the-automatic-customer-by-warrillow-john/9780241247006) vor. Die These: Abonnenten sind besser fürs Business als Kunden, und so gut wie jedes Business lässt sich so umbauen, dass Kunden automatisch wiederkommen, vom Blumenladen über den Dachdecker und die Reinigungsfirma bis zur Software. Jens geht es weniger um die Frage, ob das stimmt, als um das, was man für sich rausziehen kann.

Im Buch gibt es neun Abo-Modelle: Membership Website, All You Can Eat wie bei Netflix oder Spotify, Private Club mit Zugang zu etwas Knappem, Front of the Line wie Priority Support, Verbrauchsgüter wie Rasierer oder Windeln, die Überraschungsbox, der Simplifier, der eine wiederkehrende Aufgabe abnimmt, das Netzwerk, das wie WhatsApp mit jedem Mitglied wertvoller wird, und Peace of Mind, eine Art Versicherung. Beispiele aus dem Buch sind Webdesign-Agenturen, Website-Überwachung und Radian6, das Social-Media-Kanäle danach überwacht, was über eine Marke gesagt wird. Jens' Gedanke dazu: Heute wäre relevanter, was die LLMs über deine Marke sagen.

Dann die Mathematik. MRR ist der monatlich wiederkehrende Umsatz, im Beispiel 50 Euro. Bei 80 Prozent Marge bleiben 40 Euro. Der Churn sagt, wie viele Kunden kündigen. Aus Marge und Churn ergibt sich der Lifetime Value: 800 Euro bei 5 Prozent Churn. Dem stehen die Customer Acquisition Cost gegenüber, im Beispiel 400 Euro. Die Faustregel aus dem Buch: LTV zu CAC sollte mindestens 3 zu 1 sein.

[![Infografik „Was ist ein Abonnent wert?“: Ein Beispiel-Abonnent über 20 Monate, die ersten 5 Monate sind Payback. Darunter sechs Kennzahlen: MRR 50 €, Marge 80 % = 40 €, Churn 5 % pro Monat, LTV 800 €, CAC 200 €, LTV zu CAC 4 : 1.](https://www.zwischenzweistacks.de/media/ep-11-abo-kennzahlen-1024x576.webp)](https://www.zwischenzweistacks.de/media/ep-11-abo-kennzahlen-2560x1440.webp)

Zum Durchspielen hat Jens einen Abo-Kennzahlen-Rechner gebaut, der im [Artikel zu The Automatic Customer](/artikel/the-automatic-customer) auf der Website steht. Er rechnet das Verhältnis, den Kundenwert und den Zeitpunkt aus, ab dem sich die Akquise amortisiert, und zeigt den Verlauf über 24 Monate. Mit null Abonnenten zum Start und zehn neuen pro Monat sieht man gut, was der Autor Cash Suck nennt: Der Cashflow wird erst ab dem elften Monat positiv, der Tiefpunkt liegt bei minus 4.385 Euro. Die Zahlen sind exemplarisch, mit echten lohnt es sich erst recht. Ein Gegenmittel aus dem Buch ist, das Abo ein Jahr im Voraus zu kassieren, und auch das zeigt der Rechner. Ob das zum eigenen Business passt, ist eine andere Frage. Jens hat beim Bauen des Rechners mehr gelernt als beim Lesen über die Kennzahlen.

[![Screenshot eines abo-kennzahlen-rechners mit Eingabefeldern für Umsatz pro Monat, Bruttomarge, monatliche Abwanderung und Akquisekosten zusammen mit Diagrammen für kumulierten Cashflow und MRR-Entwicklung.](https://www.zwischenzweistacks.de/media/ep11-abo-kennzahlen-rechner-1024x626.png)](https://www.zwischenzweistacks.de/media/ep11-abo-kennzahlen-rechner-2560x1564.png)

Christoph kennt das Buch und hat es mehrfach gehört. Mind-blowing ist es nicht, wer mal für eine SaaS-Firma gearbeitet hat, kennt die Zahlen. Aber die Beispiele bringen ihn jedes Mal auf neue Ideen. Seine Favoriten sind der Simplifier, für ihn die klassische SaaS-Idee, und Peace of Mind, das ihn an ein Retainer-Modell erinnert. Dort sind die Beträge höher: Bei 1.500 Euro im Monat ist man auch mit 1.000 oder 2.000 Euro Akquisekosten schnell im grünen Bereich. Die Modelle lassen sich kombinieren, und beide gehen mit der These mit, dass es überall eine Option für ein Abo-Modell gibt.

## Outro

44 Minuten, leicht drüber, aber beide sind zufrieden mit dem neuen Format. Die Snacks bringen Themen unter, die für ein Hauptthema zu klein wären, und teasern welche an, die später eine längere Folge bekommen könnten, Jev zum Beispiel. Das Tempo ist ein anderes, das Hauptthema soll darunter nicht leiden. Probiert die beiden Tools auf der Website aus und schreibt, wie ihr das Format findet, am liebsten in die Kommentare auf YouTube. Ein Like, ein Follow oder ein Kommentar hilft.